Machtmissbrauch! Was tun, wenn es stimmt? Teil 1

Machtmissbrauch! Was tun, wenn es stimmt? Teil 1

Liebe Leserin, lieber Leser, heute möchte ich Ihnen ein Gedanken-Experiment vorschlagen. Wenn Sie sich auf die folgende dramatische Story einlassen, können Sie (vielleicht) in Zukunft besser schlafen!

"Wir müssen reden, wann hast Du Zeit?"

Stellen Sie sich vor, Sie sind der “Big Boss”, die “Grande Dame” eines Unternehmens von beträchtlicher Größe und Bekanntheit.
Ihr Arbeitstag war voller Termine, Gespräche, Zahlen, Daten, Fakten.
Nun sitzen Sie kurz vor Feierabend an Ihrem PC und checken ein letztes Mal Ihr ganz persönliches Email- Postfach. Also nicht die Nachrichten von Ihrer Assistenz, nicht Ihr Chef-Info-System, sondern genau die Nachrichten, die nur von ganz vertrauten und vertrauenswürdigen Kontakten an diese eine E-Mailadresse kommen können. Und da steht … Nichts! Außer:
“Wir müssen reden, wann hast Du Zeit?”
Ufff!
Das klingt wichtig, sehr wichtig.
So klingt das nur, wenn es tatsächlich und wirklich ganz wichtig ist. Wenn es nicht warten kann. Und wenn es niemand anderes außer Sie selbst erledigen kann. Sie
sind alarmiert!

Dabei haben Sie für heute genug getan. Sie sind erschöpft, Ihr Kopf ist voll und irgendwie auch gleichzeitig leer, gefühlt geht gar nichts mehr. Die Familie ist schon
wieder zu kurz gekommen. Das Abendessen ist längst ohne Sie gelaufen und auch Ihr Vorzimmer ist schon lange leer. Aber …
Also greifen Sie zum Telefon und rufen gleich an – ohne erst Ihren Kalender nach einer günstigen Lücke zu durchsuchen. Denn das würde ja Zeitverzug bedeuten. Sie
müssen erst mal rauskriegen, worum es geht.
Zum Glück ist Ihr Gesprächspartner auch sofort erreichbar, hat tatsächlich auch auf eine schnelle Reaktion gehofft und deshalb gewartet. Und dann erfahren Sie
Unglaubliches:

Eine Ihnen unterstellte und von Ihnen hoch geschätzte, weil zuverlässige und erfolgreiche Führungskraft wird verdächtigt, nicht nur unfair, sondern kriminell zu
agieren. Seit einiger Zeit gab es schon vage Gerüchte, die sich offenbar immer mehr verdichtet haben. Und nun liegt eine konkrete Beschwerde vor. Schriftlich!
Nicht zu ignorieren! Es gibt mehrere informierte Stellen. Es muss gehandelt werden.

Unglaubliches fordert Sie heraus!

SIE müssen handeln!
In Ihrem Kopf tauchen sofort verschiedene Szenarien auf. Alle diese Szenarien sind gleichzeitig dramatisch, unangenehm, peinlich, frustrierend und vor allem gefährlich. Denn ganz egal, was Sie tun oder nicht tun – es hat Folgen. Und keine davon ist positiv.
Natürlich sind Sie frustriert. Nicht nur, weil Sie es wieder einmal als Letzter erfahren. Sondern auch, weil scheinbar alle anderen bisher unfähig waren, früher zu reagieren.
Warum hat keiner was gesagt? Konnte man nicht eher darauf hinweisen, dass etwas nicht in Ordnung ist?
Aber halt: Stimmt es denn überhaupt?
Jetzt werden Sie von (hoffnungsvollen) Zweifeln ergriffen.
Vielleicht ist mit der schriftlich vorliegenden Beschwerde ja einfach nur ein misslicher, aber im Grunde harmloser Vorfall aufgebauscht worden? Das wäre nicht das erste Mal. Wer Erfolg hat, hat auch Neider! Und die deuten manches absichtlich und böswillig falsch. Streuen Gerüchte, machen Stimmung und so weiter. Es könnte doch sein …
Aber nein, Sie fühlen sich verantwortlich, Sie müssen und wollen etwas tun. Doch was? Wenn Sie jetzt ratlos sind, sind Sie nicht allein.

Lieber Leser, liebe Leserin:
Zum Glück (?) haben Sie sich diese Situation jetzt gerade nur vorgestellt.
Ich wünsche Ihnen, dass das auch so bleibt. Denn falls Sie für andere Führungskräfte verantwortlich sind und diese Ihnen genau so ein Problem “bescheren”, dann …

Lesen Sie im nächsten Teil der Story weiter oder erfahren Sie die Lösung sofort

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